Donnerstag, 28. Februar 2013

Kaffee oder Tee?

Für welches Getränk sollte man sich im Büro entscheiden? 

Diese Frage stellt sich sicherlich jeder im Laufe seines Lebens. Letztendlich sind die gesundheitlichen Faktoren und der persönliche Geschmack entscheidend. In diesem Beitrag werden wir die Hintergründe des Kaffees vorstellen und diskutieren.


File:FruitColors.jpg
Der Deutsche verbraucht durch- schnittlich sechs Kilo Kaffee im Jahr, Damit besetzen sie zusammen mit der Schweiz und der Niederlande den siebten Platz der Weltrangliste. Ungeschlagener Sieger ist Finnland, mit rund 11,5 Kilo Kaffee pro Kopf, also 1300 Tassen Kaffee jährlich pro Person. Die Sorte Arabica ist dabei die weltweit beliebteste Kaffebohne (Weltmarkt- anteil von 60%). Bis zum fertigen Getränk in der Tasse durchläuft die Kaffeebohne allerdings diverse Stationen. Nur die wenigsten wissen von der Langwierigkeit und dem Aufwand eines solchen Prozesses. Die Pflanze, von der die Kaffebohne stammt, erweckt äußerlich nicht den Anschein, so wertvolle Früchte in sich zu tragen. Dabei sorgen mehrere Schritte, von der Ernte, über die Aufbereitung, bis zur Röstung, für die genießbaren Bohnen. Wussten Sie, dass hauptsächlich der Grad der Röstung für den Geschmacksunterschied zuständig ist? Die verschiedenen Arten reichen von unbehandelt bis sehr stark geröstet: unroasted, light, cinnamon, medium, high, city, full city, Italian, French.
 
 File:Coffee roasting grades.png
 
Kritisch zu betrachten ist dabei der lange Weg, den eine Kaffeebohne durchschnittlich zurücklegt und die schlechten Arbeitsbedingungen bei der Herstellung und Weiterverarbeitung. Dabei schaden lange Transportwege der Umwelt und große Unternehmen profitieren von zu niedrigen Löhnen der Arbeiter in den Ernte-Ländern. Wer wie viel an dem Preis eines Kaffees verdient, macht folgende Grafik (Stand 2006) deutlich:
File:The price of coffee 2.jpg 
Dabei werden 44,9% allein für Steuern, Frachtkosten und Zölle ausgegeben (rot). 23,7% gehen an den Einzelhandel (rosa). 17,8% verdient der Händler und Röster (violett). Lediglich 8,5% verdient der Plantagenbesitzer (gelb) und der geringste Anteil, nämlich 5,1%, bleiben für die Löhne der Arbeiter (grün).
Wer also ein paar Münzen mehr in der Tasche übrig hat, kann immerhin dem Aspekt der unfairen Arbeitsbedingungen entgegenwirken. Meist werden solche Konditionen auf der Verpackung gekennzeichnet.

Beliebt ist der Kaffee nicht nur wegen seines Geschmacks, sondern auch aufgrund der wachmachenden Wirkung. Dafür zuständig ist der ungewöhnlich hohe Koffeingehalt. Dieser variiert je nach Bohnensorte und der Röstung. Den meisten Koffeingehalt enthält der Robusta-Kaffee, wobei jede Tasse Kaffee (125 Milliliter) im Schnitt 80- 120 Milligramm Koffein. Der Wirkstoff Coffein regt das menschliche Zentralnervensystem an und sorgt gleichzeitig für den bitteren Geschmack.

Kaffee ist aber nicht die einzige natürliche Ressource für Koffein. Welches Getränk eventuell als Alternative dienen könnte, werden wir im nächsten Beitrag klären. Dort geht es unter anderem um ungewöhnliche Teesorten und die verschiedenen Herstellungsarten.