Ein weiter Weg mit vielen Stationen
Anknüpfend an den letzten Beitrag zu Kaffee oder Tee, stellen wir nun ein ebenfalls sehr geschichtsträchtiges und kulturell aufgeladenes Getränk vor. Erfunden wurde es schätzungsweise Anfang des 3. Jahrhunderts in einer kleinen chinesischen Provinz. Genauere Details über die Entdeckung sind eher in mystischer Form vorzufinden. Es ranken sich allerlei indische und chinesische Geschichten um die wirklichen "Erfinder".
Von Asien nach Europa
Nach Europa gelangte die Teepflanze zu Beginn des 17. Jahrhunderts, wo man dem Getränk als Kaffeetrinker-Gebiet erst sehr kritisch gegenüber stand. Holland war dabei das erste Land, welches von der neuen Erfindung profitieren durfte. Ganze 50 Jahre sollen die Niederländer die einzigen Tee-Importeure in ganz Europa gewesen sein. Einer bestimmten Teesorte, nämlich dem Flowery Orange Pekoe, ist es angeblich auch zu verdanken, dass die Niederlande bis heute mit der Farbe Orange in Verbindung gebracht werden.
Als der Handel schließlich auch andere Länder erreichte, boomte das Geschäft mit dem ungewöhnlichen Heißgetränk. Insbesondere im Vereinigten Königreich spielte der Teehandel mit Indien eine wesentliche Rolle und trug zu neuen Marktstrukturen bei. Aber auch innerhalb des Landes fand vorallem der schwarze Tee seinen festen Platz, nachdem er unter anderem den Streit um Steuererhöhungen mit beeinflusste.
Heute gehört der Tee neben dem Kaffee zu den meist konsumierten Heißgetränken in Europa und der ganzen Welt, Der Tee besticht vor allem durch seine einfache Herstellung und die verschiedenen Wirkungen, je nach Sorte, Qualität und Ziehzeit.
Tee kann nicht nur beruhigen
Zudem sind gesundheitsfördernde Wirkungen des Tees schon längst bewiesen. Wieso sonst trinkt man bei der kleinsten Erkältung Kräutertee? Interessant wird es, wenn man durch gewisse Teesorten, wie Mate-Tee, auf den Kaffeekonsum verzichten kann. Denn im Gegensatz zu dem darin enthaltenen Koffein, kann der des Tees leichter vom Körper abgebaut werden. Wie immer gilt: Von keinem zu viel, von jedem ein bisschen. Wie Sie sich entscheiden, hängt ganz von Ihrem Wohlbefinden ab.